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Always keep on scooting

Meine Lieblingsmusik ist der Northern Soul.

                              

Es handelt sich um Soulmusik, die zum Großteil aus den Nordstaaten der USA aus den 60er und 70er Jahren stammt.

 

Sehr gerne gehört und dazu getanzt wurde in den nordenglischen Soulclubs wie Wigan Casino, The Torch, Cleethorpes, Blackpool Mecca oder Va-Vas in den End-Sixties und Seventies, wobei legendäre DJs wie Keb Darge oder Ian Levine ihre Schätzchen auf die Plattenteller legten.

                         

Der Northern Soul ist eine wunderbar tanzbare Musik.

 

Bei den Allnightern ( = Nitern ) in Deutschland tanzen die Besucher auch heute noch bis in die frühen Morgenstunden zu den liebevoll gesammelten Singles ( 45s ) der DJs aus England, Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien etc.   

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Northern_Soul ( recht guter Wikipedia-Artikel )

 

 

Gute CD - Sampler veröffentlichen die beiden englischen Label

http://www.acerecords.co.uk/content.php?page_id=61&label=952 ( Kent Records ) 

 

und http://www.northernsouldirect.co.uk/index.php?manufacturers_id=4&osCsid=18b3c7c4c5a0dccc2d42e682df63ea51 ( Goldmine Records. )

 

Zu empfehlen ist der 2011 erschiene englische Film Soul Boy, der die Northern

Soul Szene Mitte der 70er Jahre authentisch beschreibt mit tollen Tanzszenen

aus dem nachgebauten Wigan Casino. Der Film ist als DVD erhältlich, z.B. über

http://www.amazon.de/Soulboy-Martin-Compston/dp/B005FUO7EK/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1424958821&sr=8-2&keywords=soul+boy

                            

2014 erschien mit Northern Soul ein weiterer, sehr beeindruckender Film, in dem zwei

Nachwuchs-DJs diese wunderbare Musik entdecken.

Auch diesen Film gibt es als DVD und Blue-ray, seit 2015 auch auf Deutsch

(  https://www.jpc.de/s/northern+soul ).

 

                                

 

Einige musikalische Beispiele des Northern Soul finden sich hier:

http://www.youtube.com/watch?v=-KyRDJwLw1k ( There's a pain in my heart )

it.youtube.com/watch ( Nolan Porter: If I Only Could be Sure )

it.youtube.com/watch ( Northern Soul: How It Was )

it.youtube.com/watch ( englischer Polizist als begnadeter Tänzer )

 

               

 

Ska ist in den 1960er Jahren in Jamaika entstanden und hat seine Wurzeln in karibischen Musikarten wie Socca und Calypso und im Blues.

 

Musiker wie Laurel Aitken haben die Musik mit den Gitarrernriffs, die sich wie  " Ska, Ska, Ska " anhören, in Jamaika bekannt gemacht.

1967 entsteht aus dem schnellen Ska der langsamere Rocksteady und etwa 1968 dann der Reggae.

Als erstes Reggaelied wird " Do the reggay " von Toots & The Maytals bezeichnet.

 

Ska und Reggae hören Ende der 60er Jahre bevorzugt Jugendliche aus den Subkulturen der Skinheads und Mods, die in England bis heute viele Anhänger haben.

 

Ende der 70er Jahre kommt es zum ersten Ska - Revival durch das englische Plattenlabel 2 Tone und die sehr populären Bands The Specials, The Selecter, Bodysnatchers und The Beat.

                  

Daneben spielen Madness kommerziell sehr erfolgreichen Ska und Bad Manners den eher authentischen Ska und Reggae.

 

Ende der 80er Jahre tauchen in England, USA und anderen Ländern wieder neue Skagruppen auf wie zum Beispiel The Toasters.

 

In Deutschland spielen Bands wie El Bosso und die Ping Pongs, Skaos oder die Busters die fröhliche Tanzmusik.

 

Heute gibt es wieder etliche neue Ska Gruppen aus Europa, den USA und Asien.

 

http://www.youtube.com/watch?v=AesId12OKsY (Geschichte des Ska)

http://www.youtube.com/watch?v=zWZzsxgH2gY&feature=related (The Specials: Gangsters)

http://www.youtube.com/watch?v=28TeUbYvXS0&feature=related (The Specials: Ghost Town)

de.youtube.com/watch  ( The Slackers: Who Knows )

                

                                                         Tanzschritte des Ska

 

 

Die Geschichte des Ska: 

 

Als in den 50er Jahren zum ersten Mal heiße musikalische Ware aus Amerika in Form von Rhythm'n'Blues, Jazz und Gospel in jamaikanischen Dancehalls ertönt, öffnet dieser "Kulturschock" die Türen für neue kompositorische Wege auf dem Eiland. Traditionelle jamaikanische Rhythmen und Gesänge (Mento) fließen in die neugewonnenen Musikformen ein, der Ska ist geboren. Der Ausdruck stammt nach weitverbreiteter Meinung von einem Gitarristen, der während einer Jam-Session mit Prince Buster anstatt dem Downbeat den Offbeat betont, woraufhin Buster lautmalerisch wiederholt: "Do again this 'Ska'".

Als Jamaika im Jahr 1962 unabhängig wird, ist der Ska schon sehr populär: Hits wie "Oh Carolina" von den Folkes Brothers, "Boogie In My Bones" von Laurel Aitken oder Derrick Morgans "Don't Call Me Daddy" verkaufen sich blendend. Der weltweite Durchbruch gelingt mit Millies "My Boy Lollipop", das sieben Millionen Exemplare absetzt.

Die Legende sagt, dass die karibischen Inseln 1967 von einer großen Hitzewelle heimgesucht wurden. Dies machte den schweißtreibenden Tanz zu Ska bedeutend schwieriger, wodurch das rhythmisch langsamere Rocksteady entstand. Desmond Dekkers "007 Shanty Town" entert die britischen Charts und zeiht bald weitere Vertreter nach sich. Rocksteady mausert sich zur Musik der britischen Arbeiterklasse, die Anhänger rasieren sich den Schädel, nicht zuletzt, um sich von den verhassten, langhaarigen Hippies zu distanzieren.

Das Subgenre Skinhead Reggae ist geboren. Die Hymne jener Zeit liefern Symarip mit "Skinhead Moonstomp". 1976 komponiert der britische Skinhead Reggae-Fan Judge Dread den Klassiker "Bring Back The Skins".

Nach einer kleinen Dürreperiode, in der der Punkrock das Vereinigte Königreich erfasst, bringen einige Bands Ende der 70er Jahre den Ska wieder in des Volkes Munde: Madness, The Specials, The Selecter und Bad Manners mischen die Wut von The Clash mit frühem Jamaica Ska. Das neu gegründete Label 2-Tone steht symbolisch für den Kampf gegen rassistische Spannungen zwischen Schwarzen und Weißen in der englischen Gesellschaft. Die zwei Farben im Karomuster werden artworktechnisch zum Aushängeschild.

Ende der 80er Jahre treiben Bands wie The Busters, No Sports, Bluekilla, Blechreiz und The Butlers auch hierzulande ein Ska Revival voran. Heute existiert eine kaum mehr fassbare Vielfalt an Genres. Ob Ska-Jazz, Celtic Ska, Latin Ska, Skacore oder Dancehall: der Beat lebt munter weiter. Empfehlenswerte Vertreter, die man einmal live gesehen haben muss, beinhalten Dr. Ring Ding & The Senior Allstars, Hepcat, Mark Foggo's Skasters, The Toasters, Bad Manners, The Slackers und die Mighty Mighty Bosstones.

 

Quelle: Rock - Lexikon